12 Tangos - Adios Buenos Aires
Land: Deutschland 2005 Regie: Arne Birkenstock Dauer: 90 Minuten |
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In der "Catedral", einem 200 Jahre alten Kornspeicher in Buenos Aires, spielt ein argentinisches Tango-All-Star-Orchester 12 bekannte Tangos, während sich die Gäste des allwöchentlichen Tangoballs dazu im Kreise drehen.
Im Mittelpunkt stehen der 71-jährige Berufstänzer Roberto Tonet und die 20-jährige Tänzerin Marcela Maiola. Tonet hat seine Rente während der Bankenkrise verloren, Marcela bereitet ihre Auswanderung nach Europa vor.
Um sie herum tanzen weitere Menschen, denen wir im Verlaufe des Films aus der "Catedral" ins wirkliche Leben folgen: Dem 70-jährigen Agit-Prop-Lyriker und Radio-Philosophen Alfredo Carlino, der eine psychologische Fachbuchhandlung in seinem Wohnzimmer führt; dem 50-jährigen Zeitungsausträger Nestor Lopez, den sein Job kaum noch ernähren kann; den beiden Schulkindern Rodrigo und Fabiana, die im verarmten Tangostadtteil Pompeya wohnen. Rodrigo ist der Sohn bolivianischer Einwanderer, Fabiana lebt mit ihren drei Geschwistern alleine, seit die Mutter als Putzfrau nach Spanien gehen musste, um die Raten für ihre bescheidene Bleibe zu verdienen. Der Film begleitet den Abschied der Mutter und die zurück gelassenen vier Kinder.
Im angesagtesten Tangoschuppen der Stadt treffen wir natürlich auch auf die fünf Freaks der Trashrockband "Las Munecas", die hier in der "Catedral" leben, dort die Tangobälle ausrichten und Gardel-Lieder auf ihren E-Gitarren interpretieren.
Tango ist der Ausdruck von Krise und Hoffnungslosigkeit und dieser Zusammenhang wird über die Geschichten dieser Tangotänzer deutlich, die die aktuelle Situation um Vermögen, Job und Einkommen gebracht hat.
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Kinostart: 08.12.2005 FSK: ohne Altersbeschränkung |
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